zweitausendelf ff - Leitbild

"zweitausendelf ff: Ein neues Leitbild zur Regionalen Kulturpolitik des Münsterlandes ist fertig. Leitbilder sind hilfreich als Orientierung, wenn man in Bewegung ist und so ist auch dieses Leitbild nicht statisch in Stein gehauen. Es soll sich mit dem Münsterland weiter entwickeln. Zahlreiche Gespräche in größerem und kleinerem Kreis und als Krönung eine von R. Richter sehr zielführend moderierte zweitägige Klausur im Kulturgut Haus Nottbeck, markieren die Stationen des Nachdenkens über Ziele und Bedingungen der regionalen Kulturförderung des Landes NRW im Münsterland. Allen Beteiligten herzlichen Dank für ihre Mitarbeit – allen voran Frau Braun Kampschulte vom Referat für Regionale Kulturpolitik des Landes NRW und Herrn Boer als Kulturdezernenten bei der Bezirksregierung Münster sowie dem Kulturbüro Münsterland.

Ergebnis dieses Prozesses ist ein Leitbild, welches vor allen den Kulturschaffenden, die sich um eine Unterstützung des Landes bemühen sowie den die eingereichten Projektvorschläge bewertenden Mitgliedern des Kulturrates Münsterland eine diskursive Orientierung geben soll. Wenn es auch über diesen Kreis hinaus Kulturinteressierte zu künstlerischen Ideen und Projekten anregt, freut das die Macher natürlich sehr.

Zentraler Gedanke dieses Leitbildes sind die Potenziale des Münsterlandes, die es zu nutzen gilt, um auf „Neuen Ereignisfeldern“ gute Kunst und Kultur für die Menschen der Region zu machen. Dabei freuen wir uns aber durchaus auch über überregionale Aufmerksamkeit zum Beispiel von neuen Osnabrückern, allgemeinen Frankfurtern, den Tag spiegelnden Berliner oder auch Süddeutschen.

Neu ist sicher kein Wert an sich, mitunter ist ja gerade das in Würde gealterte sogar interessanter. Dennoch kann es in der Kunst doch immer nur um eine neue Idee, einen neuen Blick auch auf das Traditionelle oder eben einen neuen Kontext gehen.

Ereignis beschreibt die Hoffnung, dass jedes künstlerische Projekt eben dieses wird: ein Ereignis für die Besucher und Zuschauer wie für die Künstler. Hierfür braucht es vor allem Qualität.

Feld ist sicher ein Begriff, zu dem man im Münsterland nichts sagen muss. Auch in die Kunst übertragen ist es genau das, was wohl jeder darunter versteht: eine fruchtbare Fläche, die sinnvoll zu beackern ist.

Es soll sich also Neues ereignen im Münsterland. Die vielfältigen Potenziale dieser wirtschaftlich und landschaftlich weitgehend intakten, sehr lebenswerten und dennoch nicht widerspruchsfreien Region für fundierte künstlerische Positionen in allen Sparten zu nutzen und so interessante künstlerische Ereignisse auf bisher unbeackerten oder so noch nicht genutzten Feldern zu realisieren – das ist die Idee für zweitausendelf ff."

Michael Jezierny

Vorsitzender des Kulturrats Münsterland

Kulturregion Münsterland - eine Region mit Potenzialen

Das Münsterland ist eine seit dem Mittelalter historisch gewachsene Kulturregion. Sie kann sich zudem auf eine eigenstaatliche Geschichte von fast siebenhundert Jah­ren stützen. Ihre im Selbstverständnis gerahmte Identität gründet in dieser geschicht­lichen Kontinuität und wird im Bewusstsein der Bevölkerung mitgetragen – wobei die historischen Grenzen bis in die Gegenwart weitgehend als Verwaltungsgrenzen Bestand haben.

Das Münsterland ist eine dynamische Region im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne, Stadt und Land, Bodenständigkeit und innovativer Kraft, regionalem Bewusstsein und internationaler Orientierung. Diese Spannungsfelder prägen auch die Kultur der Region.

Projekte im Rahmen der Regionalen Kulturförderung sollen diese Spannungsfelder und die im Folgenden beschriebenen Potenziale der Region in die Konzeption ihrer Projekte einbeziehen. Die Potenziale werden zu „Spielfeldern“ neuer Ideen und ge­währleisten so eine Verwurzelung der Projekte in und mit der Region.

Geförderte Projekte

Die unterschiedlichsten Projekte sind in den letzten Jahren über die Regionale Kulturpolitik gefördert worden. Eine Übersicht über die Jahre 2010-2011 erhalten Sie hier.